Studienwahl #1

Die Studienwahl ist für viele junge Menschen – einschließlich mir – ein sehr schwieriges Thema. Als nach den Abiturprüfungen und dem Abiball plötzlich Schluss war mit Schulbankdrücken, war ich mir dessen noch garnicht bewusst. 13 Jahre lang wurde einem ständig gesagt, was zu tun war, man musste sich hinsichtlich der Zukunft gar keine Gedanken machen, weil einem alles vorgeschrieben wurde. Aber ganz plötzlich stehst du da, mit deinem Abizeugnis in der Hand, über die ganzen Möglichkeiten, die dir geboten werden noch völlig im Unklaren.

Studieren – ja oder nein

Zu allererst solltest du dir die Frage stellen, ob du überhaupt studieren möchtest. „Die Studienzeit ist die beste Zeit“ hört man häufig, und ich möchte diese Aussage auch nicht bestreiten, jedoch trifft es wie so vieles nicht auf jedes Individuum zu. Bist du bereit dazu, weiterhin zu lernen, Prüfungen zu schreiben, Präsentationen zu halten, Seminare und Vorlesungen zu besuchen und das alles, ohne dabei Geld zu verdienen? Möchtest du deine Zukunft weiterhin größtenteils (nicht immer!) theorielastig gestalten oder doch lieber praktisch anpacken? Bist du bereit dazu, notfalls weit weg von deiner Heimatstadt, deiner Familie und deinen Freunden zu ziehen? Nebenbei zu jobben, um die Miete bezahlen zu können?

Wenn du all‘ diese Fragen mit einem „Nein“ beantwortet hast, solltest du dir nochmals Gedanken darüber machen, ob du wirklich studieren möchtest, oder ob womöglich Gruppenzwang, Druck von Eltern, oder andere äußere Einflüsse im Spiel sind. In diesem Fall gäbe es viele Alternativen zum Studium, wie eine schulische oder betriebliche Ausbildung, ein Auslandsjahr (Au-Pair, Work and Travel, etc.) oder ein Freiwilliges Soziales Jahr, die womöglich eher deinen Anforderungen gerecht werden.

Studienfachwahl

Allein in Deutschland gibt es 14500! verschiedene Studiengänge an 240 staatlichen und 100 privaten Hochschulen. Es wäre also sehr zeitaufwändig und verwirrend, jeden Studiengang einzeln unter die Lupe zu nehmen. Wenn dir gute Noten wichtig sind und du dazu Spaß am Studium haben willst, solltest du ein Studienfach wählen, das dich interessiert.

Als ersten Schritt solltest du in dich gehen und herausfinden, was du wirklich willst und kannst. Hierfür könntest du zum Beispiel ein leeres Blatt nehmen und auf der einen Hälfte deine Stärken und auf der anderen deine Interessen schriftlich festhalten. Wenn du dir über deine eigenen Stärken und Interessen nicht im Klaren bist, kannst du um Hilfe bei Familie und Freunden oder sogar ehemaligen Lehrern bitten. Suche nun gezielt Begriffe heraus, die deine Stärken mit deinen Interessen verbinden: welche Stichwörter stehen auf beiden Seiten des Blattes? Wenn du in diesem Punkt erfolgreich warst, kann die Studiengang-Recherche beginnen: verwende hierfür nicht nur das Internet, auch Messen, Broschüren und Informationstage an Universitäten können dir dabei helfen, das Richtige für dich zu finden!

Was ich vor ein paar Jahren ebenso ziemlich hilfreich in Bezug auf Studienwahl fand, sind Onlinetests. Nach der Beantwortung von einigen Fragen zu deiner Person kriegst du Studiengänge präsentiert, die am besten zu dir passen. Diese Tests gibt es wie Sand am Meer und nicht alle sind zu empfehlen. Diesen fand ich persönlich ziemlich gut.

Ich hoffe, damit konnte ich dir etwas behilflich sein. Im nächsten Blogeintrag zur Studienwahl gebe ich Tipps zur Wahl deines Studienortes und der Universität.

Liebst, G.

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2 Gedanken zu “Studienwahl #1

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